Motion: für eine Überprüfung der Delegations- und Vertretungspraxis der Stadt Grenchen in den Organisationen und Institutionen

Der Stadtpräsident wird ersucht, dem Gemeinderat innert Jahresfrist eine überarbeitete Liste der Vertretungen der Stadt Grenchen vorzulegen, wo die eher heikleren Vertretungsverhält­nisse erkennbar aufgezeigt werden, Wichtiges von Unwichtigem getrennt erscheint, Überle­gungen bzw. Vorschläge für Amtszeitbeschränkungen gemacht werden, die Problematik all­fälliger Ämterkumulationen erörtert wird und Vorschläge für eine sachgerechtere Auswahl der Delegierten und Verwaltungsräte und deren Begleitung enthält.

Begründung:

Weniger ist oft mehr. Die Stadt Grenchen ist in mindestens 35 Organisationen mit rund 60 vom Gemeinderat gewählten Personen als «Delegierte» und Verwaltungsräte und Verwaltungsrätinnen vertreten. Die Wahl erfolgt in der Regel alle vier Jahre für vier Jahre.

Wir haben im Prozess rund um die SWG sehr viel gelernt und es erscheint angebracht, dieselben Überlegungen auch bei allen anderen Organisationen zu machen. Allerdings hat kaum eine andere Organisation, eine ähnlich grosse Bedeutung, wie dies bei der SWG der Fall war.

Wir können dann auch bestimmen, ob in bestimmten Gremien nur Mitglieder des GR Einsitz nehmen sollen, ob eine Art Ämterkumulation vermieden werden soll, ob sogar eine Amtszeitbeschränkung eingeführt werden soll, wie die Berichterstattung zu erfolgen hat und ob eine Vertretung der Stadt in allen Organisationen noch opportun ist.

Hand aufs Herz. Es ist doch in vielen Fällen so, dass die von uns bestimmten Vertretungen nach der ersten Sitzung im neuen Gremium nicht mehr als Vertretung des GR resp. der Stadt in der Organisation XY agieren, sondern augenblicklich zur Vertretung der Organisation XY im GR mutieren.

Es geht darum diese Liste durchzugehen, mehr oder weniger heikle Verhältnisse zu erkennen und zu klären. Die Liste generell auszudünnen und dafür ein Auge auf die wirklich wichtigen Vertretungen zu werfen und diese entsprechend zu begleiten.

 

2540 Grenchen, 21. September 2021